„zeitoper010: as time goes by” in Hannover und Berlin


29. September bis 13. Oktober 2005

 

 

Die Reihe zeitoper an der Staatsoper Hannover widmet sich dem zeitgenössischen Musikthe-ater und setzt sich dabei mit aktuellen poli-tischen und soziokulturellen Ereignissen auseinander. Debattiert und musikalisch kommentiert werden Zeitkonzepte von der Antike bis in die Gegenwart, so auch in der jüngsten Produktion „zeitoper010: as time goes by", die in Kooperation mit dem Einsteinjahr 2005 am 29. und 30. September sowie am 1. Oktober im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und am 12. und 13. Oktober in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin uraufgeführt wird. Unter der musikalischen Leitung von Johannes Harneit und der Regie von Sven Holm macht sich die Oper auf die Suche nach der verlorenen Zeit.

 

Den Ausgangspunkt für „zeitoper010: as time goes by" bildet ein uraltes Ritual menschlicher Kommunikation: die Debatte. Ausgehend von der realistischen Situation eines Krisenmanagements in einer politischen Einrichtung gehen fünf Figuren auf die Suche nach der verlorenen Zeit. Gefangen in einer von Zeitfenstern, Terminen und Schnelllebigkeit beherrschten Sphäre tagespolitischer Ereignisse geraten die Figuren in die Krise. Erschöpft, einsam und ohne jede Möglichkeit, dem fremdbestimmten Kreislauf zu entkommen, suchen sie nach Möglichkeiten, eine von allen zeitlichen Beschränkungen losgelöste Form gemeinschaftlicher Kommunikation zu erfinden und auf diese Weise die Notwendigkeit einer Relativität von Zeit und Raum zu beweisen.

 

Eine objektive Antwort auf die Frage nach dem Vergehen von Zeit ist spätestens mit den Erkenntnissen des Physikers Albert Einstein unmöglich geworden. Zeit und Raum, so definierte er 1905, sind diskontinuierliche Gebilde und damit in jeglicher Hinsicht relativ. Diese Vorstellung von Relativität jedoch ist so abstrakt, dass sie nur von wenigen Experten nachvollzogen werden kann. Gibt es eine Möglichkeit, die Vorstellung vom relativen Vergehen der Zeit in ein unmittelbar wahrnehmbares Ereignis zu verwandeln?

 

Musikalische Leitung: Johannes Harneit; Regie: Sven Holm; Komposition: Marius Baranauskas, Age Hirv, Elia Marios, Joannou, Lubica Salamon-Čekovská, Sean Reed; Bühne: Ima Thume; Kostüme: Birgit Hübenthal; Libretto: Malte Ubenauf, Sven Holm, Xavier Zuber; Dramaturgie: Malte Ubenauf

 

Termine:

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Leibnizufer 9, 30169 Hannover. Vorstellungen: 29. September, 20 Uhr (Premiere), 30. September und 1. Oktober, 20 Uhr u. 22 Uhr.

 

Niedersächsische Landesvertretung, In den Ministergärten 10, 10117 Berlin.

Vorstellungen 12. und 13. Oktober, 19 Uhr u. 21 Uhr.

 

Kartenreservierungen unter Tel. 0511 / 99 99 11 11

 

Mehr zum Programm der Staatsoper Hannover finden Sie hier.

 

 

 

 

Bild: „zeitoper010: as time goes by"

Bildquelle: Staatsoper Hannover

 

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Ein Logo bestehend aus Bild und Schrift. Bild: Eine Schwarz-Weiss-Aufnahme von Einstein. Schrift: Einsteinjahr 2005.
 
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