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Die Ausstellung in der Berlinischen Galerie zeigt einen einzigartigen Austausch zwischen Kunst und Wissenschaft. Über einen Zeitraum von zwei Jahren arbeitete der Künstler Jakob Mattner mit den Astrophysikern des Einstein-turms in Potsdam. Gemeinsam näherten sie sich den ästhetischen Phänomenen ihrer unterschiedlichen Bilder zum gleichen Gegen-stand: der Quelle des Lichts und des Sehens.
Jakob Mattners Kunst zwischen Licht und Schatten eröffnet mit der Ausstellung den Blick auf ästhetische Qualitäten der Bilder der Wis-senschaftler. Erstmals werden Astronomen-Nachlässe aus dem Einsteinturmarchiv und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften aus dem frühen 18. Jahrhundert bis hin zu aktuel-len Forschungsbildern des 20. Jahrhunderts gezeigt. Lithographien von Augenhintergründen aus dem Archiv des Künstlers vermengen sich in Mattners Lichtinstallationen mit so genannten Falschfarben der Wissenschaftler, ihren Visieren, Filtern und Umlenkprojektionen. Brodelndes Schwarz-Weiß-Plasma und Sonnen-Eruptionen in Giftgrün, "Der gezielte Blick" und "Der blinde Fleck", Hilfsmonde und Nebensonnen künden von der Behauptung des Unmöglichen, die Kunst und Wissenschaft prinzipiell verbindet.
Der Künstler Jakob Mattner studierte ab 1967 bis 1972 Bildhauerei an der Hochschule der Künste Berlin. Seine Werke werden seit Mitte der 80er Jahre in New York, Moskau, den Biennalen in Venedig und Santa Fé sowie in zahlreichen Museen in Deutschland wie der Sammlung Ludwig in Aachen, in der Nationalgalerie oder der Akademie der Künste in Berlin gezeigt.
Ort: Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, Alte Jakobstraße 124-128, 10969 Berlin
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 12 bis 20 Uhr, Sonntag, 10 bis 18 Uhr
Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf www.berlinischegalerie.de
Bild: Jakob Mattner, Installation Luckenwalde 2004
Bildquelle: Fotografie Hartwig Klappert