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Einstein Spaces ist ein dezentrales Ausstellungsprojekt, das sich auf neun Orte, an denen Albert Einstein gelebt, geliebt, geforscht und sich politisch engagiert hat, konzentriert. Die meisten Orte stehen für eine Zeit großer Brüche, Erfolge und Zerstörungen: Berlin war in den 20er Jahren eine der bedeutendsten Wissenschaftsmetropolen der Welt; das jüdische Leben prägte die Stadt, die Kultur, die Wissenschaft und den Alltag. Der Deutsche Faschismus zerstörte diese Landschaft aus Wissenschaft und Kultur.
Wie eine neue Kartografie entstehen mit den einzelnen Spaces in Berlin, Potsdam und Caputh wieder neue Geschichten an Orten, deren Vergangenheit längst überlagert worden ist. Die Künstler verschiedener Herkunft und Generation reflektieren aus ganz unterschiedlichen Perspektiven die Geschichten, die mit den Orten verbunden sind. Sie entwickeln neue Sichtweisen, die Orte und ihre Vergangenheiten – aus der Gegenwart, aus eigenen Erfahrungszusammenhängen und Kulturen zu interpretieren. Sie gehen der Sinnhaftigkeit von Erinnerung nach, den Folgen und Verlusten oder der wissenschaftlichen Forschung und entwickeln eigene Strategien, sich mit dem Mythos Albert Einstein heute auseinanderzusetzen: in Partizipationsprojekten, Audio-, Video- und Lichtinstallationen und mit Installationen in Grünflächen und auf dem Wasser.
Teilnehmende Künstler:
Pawel Althamer - Archenhold-Sternwarte
Christian Boltanski - Neue Synagoge Centrum Judaicum
Christoph Büchel - Grünfläche Haberlandstrasse/Bamberger Strasse
Olafur Eliasson - Einsteinturm Potsdam
Harun Farocki - ARD-Hauptstadtstudio
Renée Green - Kurfürstenstrasse/Wohnung
Ann Veronica Janssens - Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Eran Schaerf - Akademieflügel der Bibliothek der BBAW in der Staatsbibliothek Unter den Linden
Franz West - Templiner See/Sommerhaus Caputh
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr
Sonderzeiten in der Neuen Synagoge - Centrum Judaicum:
Montag und Sonntag 10 bis 20 Uhr
Dienstag und Donnerstag 10 bis 18 Uhr
Freitag 10 bis 17 Uhr
Sonnabends und an den jüdischen Feiertagen am 4., 5. und 13. Oktober bleibt die Synagoge geschlossen. Am 12. Oktober ist von 10 bis 14 Uhr geöffnet.
Alle Einsteinorte erreichen Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Zwischen Potsdam Hauptbahnhof, dem Telegrafenberg/Einsteinturm und Caputh verkehrt ein Schuttlebus.
Weitere Informstionen zum Kunstprojekt auf www.einstein-spaces.de
Kontakt:
Einstein Forum, Berliner Büro
Carnot Str.5, 10587 Berlin
Tel: 030 398059 27,
Bild: Pawel Althamer "Einstein Class, U-EDWINA 9000", Wissenschaftliche Beobachtungen, Edwins Unterricht, Warschau.
Bildquelle: © Krzysztof Visconti