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Das Historische Museum Bern ehrt Einstein am Ort seiner bedeutendsten Leistung und stellt ein umfangreiches Sonderprogramm mit Ausstellung, Erlebnispark Physik und Energie-Spektakel vor.
Ab dem 16. Juni 2005 bringen auf 2500 m² Ausstel-lungsfläche Originalobjekte, Repliken und Installa-tionen dem Publikum Einsteins Person näher. Im historischen Ausstellungsteil wird man Einsteins Lebensweg im Kontext der Weltgeschichte verfolgen können. Im zweiten, physikalischen Teil werden Einsteins Theorien anschaulich vermittelt. Zu den
Höhepunkten zählt eine virtuelle Fahrt mit dem Fahrrad durch Bern mit bis zu 99 % Lichtgeschwindigkeit oder ein kosmologisches Theater mit einer Reise von der Erde durch Raum und Zeit bis zurück zum Urknall.
Rund um das Museumsschloss am Helvetiaplatz entsteht ein Erlebnispark Physik, der von der Steinzeit bis zum Wunderjahr 1905 die wichtigsten Entdeckungen und Erfindungen der Menschheit begreifbar macht. Ein atemberaubendes Energie-Spektakel steigt während einer Woche im August: In der Arena mit 1.000 Sitzplätzen und auf weiteren Bühnen im und ums Museum werden künstlerische und physikalische Vorführungen das Publikum verblüffen und begeistern.
Entstanden ist die Ausstellung als Koproduktion mit dem Stadthaus Ulm, wo im vergangenen Sommer des 125. Geburtstags von Einstein gedacht worden ist. Die Schau in Bern wird noch umfassender sein. Konzept und Projektleitung liegen bei Peter Jezler, Direktor des Historischen Museums. Ein erweitertes Team setzt sich für das Gelingen ein: Für den historischen Teil wird Jezler unterstützt von Anne Schmidt, Projektleiterin der Einstein-Ausstellung in Ulm. Mit Prof. Dr. Hanns Ruder vom Institut für Theoretische Astrophysik der Universität Tübingen läuft bereits seit einigen Jahren die Zusammenarbeit für den physikalischen Teil der Ausstellung. Die Berliner Dokumentarfilmerin Irmgard von zur Mühlen stellt umfangreiches archivisches Filmmaterial zur Zeitgeschichte bereit. Die Ausstellungsgestaltung liegt in der bewährten Hand des Bühnenbildners Raphael Barbier.
1905 gilt für die Naturwissenschaften als «annus mirabilis», als Wunderjahr der Physik. Albert Einstein arbeitete damals in Bern am Eidgenössischen Patentamt. In seiner Freizeit verfasste er innerhalb weniger Monate die Relativitätstheorie, fand die Formel E=mc², erbrachte den ersten Nachweis für die Existenz der Atome und bewies mit dem Lichtquanten-Effekt die Quantentheorie. Nie zuvor hat ein einzelner Mensch in so kurzer Zeit die Beschaffenheit der Welt so umfassend neu definiert. Von der Lasertechnik über die Nutzung der Atomkraft bis zur korrekten Navigation mittels GPS beruht ein großer Teil der modernen Technologie auf Einsteins Theorien. Zum hundertjährigen Jubiläum hat die UNESCO das Jahr 2005 zum «world year of physics» erklärt. Bern begeht das Einstein-Jahr mit einem reichen Programm an wissenschaftlichen und kulturellen Aktivitäten.
Das Projekt des Historischen Museums steht unter der Schirmherrschaft des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler, des Bundespräsidenten der Schweiz Samuel Schmid und der schweizerischen Außenministerin, Bundesrätin Micheline Calmy-Rey.
Mehr Informationen zur Ausstellung erhalten Sie unter www.einstein-ausstellung.ch
Kontakt:
Historisches Museum Bern
Helvetiaplatz 5
3005 Bern
Tel. +41 31 350 77 11
Mail: info@bhm.ch