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Historische Ansicht Sommerhaus Caputh |
Nach dreijähriger Schließung öffnet das Sommerhaus Albert Einsteins. Es ist die einzige erhaltene Wirkungsstätte des Wissenschaftlers in Europa. Ermöglicht wird die Wiedereröffnung des Baudenkmals durch zwei wichtige Förderer des Einsteinjahres 2005: die Hebrew University Jerusalem, die den Nachlass Einsteins betreut, und das Einstein Forum.
Das ganz aus Holz erbaute Sommerhaus, 1929 durch den Architekten Konrad Wachsmann errichtet, ist neben seiner bauhistorischen Einzigartigkeit zugleich Zeugnis deutscher Geschichte: vom Wirken und der Vertreibung Einsteins bis zur Wiedervereinigung. Mit Albert Einstein, der von 1929 bis 1932 dort die Sommermonate verbrachte, wurde Caputh zu einem Treffpunkt der wissenschaftlichen und politischen Avantgarde der 20er Jahre. Max Planck, Erwin Schrödinger, Rabindranath Tagore, Heinrich Mann und viele andere Persönlichkeiten zählten zu seinen Gästen.
Nach der Emigration Albert Einsteins aus Deutschland erlebte das Anwesen eine wechselvolle Geschichte: Ab Mai 1933 wurde es vom jüdischen Kinderheim des Ortes, später von nationalsozialistischen Jugendorganisationen und von Luftwaffenoffizieren genutzt. 1945 wies die sowjetische Militärbehörde die Instandsetzung des Hauses für eine mögliche Rückkehr Einsteins an. Da sich Einstein gegen eine Rückkehr nach Deutschland entschieden hatte, wurde das Haus der Gemeinde überlassen. 1979, anlässlich des hundertsten Geburtstags Einsteins, rekonstruierte das Institut für Denkmalpflege der DDR das Haus mit Hilfe Konrad Wachsmanns und stellte es unter Denkmalschutz. Heute wird das Sommerhaus durch das Einstein Forum verwaltet. Nach der Wiedereröffnung wird es erneut zum Ort des wissenschaftlichen und politischen Dialogs.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen des Einsteinforums unter www.einsteinforum.de
Öffnungszeiten:
Mai bis Oktober; Donnerstags, Samstags und Sonntags 10- 18 Uhr
Eintritt und Führung nur nach Voranmeldung unter 0331-271780
Ort:
Albert-Einstein-Haus Caputh
Waldstraße
14548 Schwielowsee, Caputh
Bildquelle: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften