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Im Sommer des Einsteinjahres 2005 ist die „MS Einstein“, das Erlebnisschiff von Wissenschaft im Dialog, vier Monate auf Tour und legt in zahlreichen Städten entlang der deutschen Wasserstraßen an. Auf der „MS Einstein“ lernen die Besucher Albert Einstein als Menschen und als Forscher kennen. Neben einem Einblick in sein Leben laden zahlreiche interaktive Exponate und Simulationen auf rund 600 m² Ausstellungsfläche zur Beschäf-
tigung mit Einsteins Theorien ein.
Auch die darauf beruhende moderne Forschungstechnik bringt die Ausstellung dem Publikum nahe.
Die MS Einstein startet am 19. Mai 2005 in Bremen, 2005 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft zur „Stadt der Wissenschaften“ gekürt. Zum Wissenschaftssommer 2005 macht das Schiff in Potsdam am Lustgarten (10. bis 16. Juni) und in Berlin am Schiffbauerdamm (17. bis 22. Juni) fest. Die Reise endet am 19. September in Basel.
Besonders herzlich sind Schülerinnen und Schüler auf die „MS Einstein“ eingeladen, um anhand spannender und interaktiver Exponate spielerisch Zugang zu Einsteins komplexen Ideen zu bekom-
men. Die Ausstellung zeigt, dass heutige technische Anwendungen wie Laser oder GPS ohne Einsteins Forschungen nicht möglich wären. Grundlage für die moderne Laserforschung beispielsweise war Einsteins Theorie zur Stimulierten Emission. Heutzutage finden sich Laser in jedem CD- oder DVD-Player, um die Daten auszulesen. Solche Laser werden auch in der Messtechnik verwendet. Was man damit vermessen kann und wie das funktioniert, zeigt ein Laser-Lichtschnittsensor. Die Erkundung des Schwerefelds der Erde, die unseren runden Planeten inzwischen als wenig gleichmäßige „Erdkartoffel“ ausweist, beruht auf Einsteins Forschungen zur Gravitation. Auch dies wird in einem Exponat erklärt.
Einstein hatte auch erkannt, dass Raum und Zeit nichts Absolutes sind. So gehen bewegte Uhren langsamer und bewegte Maßstäbe sind verkürzt. Leichter vorstellen können Laien sich das möglicher-
weise, wenn sie, wie in einem Exponat simuliert, auf einem Fahrrad mit annähernder Lichtgeschwin-
digkeit durch die Altstadt von Tübingen sausen und erleben, wie der Raum um sie herum sich verändert. Im Ausstellungsbereich „Einstein und ich“ können die Besucher gedanklich experimen-
tieren und spielerisch ihr räumliches und physikalisches Vorstellungsvermögen testen. In der Mediazone werden zahlreiche informative und unterhaltsame Filme gezeigt, so beispielsweise über die Sumatraexpedition im Jahr 1929, bei der ein erster experimenteller Beweis für seine Allgemeine Relativitätstheorie gefunden wurde.
Einsteins Theorien und sein Leben Schülerinnen, Schülern und allen Interessierten näher zu bringen, ist Ziel der Ausstellung. Berührungsängste können so abgebaut werden, Interesse an technischen und naturwissenschaftlich orientierten Fächern geweckt werden. Zielgruppe sind Schüler und Schülerinnen ab der 9. Klasse. Schulklassen und größere Gruppen werden gebeten, sich für einen Besuch anzumelden.
Die Ausstellung wird von Wissenschaft im Dialog realisiert und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft finanziell unterstützt. Die Exponate werden von der Fraunhofer Gesellschaft, der Helmholtz Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft beigesteuert, ebenso beteiligt sind die Universität Tübingen und die Universität Mainz.
Die Schiffsausstellung ist täglich von 10.00 bis 19.00 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
Den genauen Fahrplan finden Sie auf www.ms-einstein.de. Hier geht es direkt zur Buchung für Gruppen und Schulklassen!
Bild: Die MS Einstein in Berlin.
Bildquelle: Ulrich Dahl
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